Ludwigsauer Kommunalpolitiker besichtigten das Tennet-Umspannwerk in Mecklar

16.09.2022

Südlink-Trasse verläuft nicht durch den Kreis Hersfeld-Rotenburg

Eine gute Nachricht konnten die Ortsbeiratsmitglieder der Ludwigsauer Ortsteile Biedebach, Tann, Reilos, Mecklar, Meckbach, der Beigeordnete Dr. Reinhard Kuhl und Bürgermeister Wilfried Hagemann, der die Delegation anführte, bei der Begehung des Umspannwerkes mitnehmen. Die geplante Südlink-Trasse wird nicht durch den Kreis Hersfeld-Rotenburg verlaufen. Diese Aussage machte der Tennet Pressesprecher Markus Lieberknecht vor der Besichtigung der weiträumigen Anlage bei Mecklar. Der Trassenkorridor soll wie geplant über Herleshausen im Werra-Meißner-Kreis verlaufen.

Weiter informierte Markus Lieberknecht die Kommunalpolitiker anhand einer Präsentation über die Anlage. Diese Informationsveranstaltung mit der anschließenden Besichtigung des Umspannwerkes kam auf Initiative des Reiloser Ortsvorstehers Jörg Meckbach zustande, der sich dafür mit Tennet in Verbindung gesetzt hatte.

Weitere kritische Fragen
Der Mecklarer Ortsvorsteher Wilfried Leiter berichtete über Beschwerden von Einwohnern seines Ortsteiles, die nur ca. 800 Meter vom Umspannwerk entfernt wohnen und seit dem Umbau der Anlage, diese lauter geworden sei. „Wird das noch schlimmer“, stellte er die Frage an den Servicegruppenleiter von Tennet, Alexander Epting, der für das Werk Mecklar zuständig ist. Es sind keine neuen und lauteren Transformatoren aufgestellt worden, wir haben die alten nur wenige Meter verschoben. Dass diese wenigen Meter zu einer höheren Lärmbelastung führen, sei sehr unwahrscheinlich, so Alexander Epting.

Kritische Worte von Bürgermeister Hagemann
Die Planungen für die neue Fulda-Main-Leitung ist für Ludwigsaus Bürgermeister Wilfried Hagemann so nicht nachvollziehbar. „Diese Vorhaben beunruhigen ihn sehr und wir werden uns als Gemeinde Ludwigsau intensiv dagegen zur Wehr setzen“, so die Worte des Bürgermeisters während des Rundganges an die beiden Vertreter von Tennet.

Hitziges Thema der Kommunalpolitiker
Der Vorschlagskorridor, der die Umspannwerke Mecklar und Dipperz in Hessen mit dem Umspannwerk in Bergrheinfeld in Bayern verbinden soll, erzeugt schon seit einiger Zeit hitzige Debatten in der Ludwigsauer Gemeindevertretung.

„Wir prüfen derzeit dazu alle Möglichkeiten, noch sei nichts entschieden“, versuchte Markus Lieberknecht zu beschwichtigen. Wie er weiter feststellte, sei das Umspannwerk Mecklar als sogenannter Netzknoten ein sehr wichtiger Baustein im Stromleitungsnetz der Tennet“.

Freileitung oder Erdverkabelung?
„Dieses Thema griff Markus Lieberknecht auch auf, warb dabei für beide Möglichkeiten und betonte die Nachhaltigkeit einer Erdverkabelung. Die Felder über den ca.1.60 Meter tief verlegten Kabeln können weiter ganz normal von den Landwirten bewirtschaftet werden. Der Nachteil dabei ist, sogenannte Tiefwurzler können in diesem Bereich nicht mehr angebaut werden. Ob es wegen der zurzeit herrschenden Trockenheit und den sich aufheizenden Erdkabeln negative Auswirkungen auf die Ackerfelder gebe, sei noch nicht abschließend erforscht, so Lieberknecht abschließend. (G.M.)

(v.links:) Juliette Schaffrath, Madleine Scheuerpflug, Alexander Epting, Markus Lieberknecht und Bürgermeister
Wilfried Hagemann vor einem mächtigen Trafo

Tennet-Pressesprecher Markus Lieberknecht

Blick in die Halle mit den gasisolierten Schaltanlagen

Alexander Epting erklärt die Funktion der Schaltanlagen.

Nach der Begehung bekamen die Tennet-Leute noch je eine Stracke von Jörg Meckbach.

Bilder (G.M.)