Großübung für Atemschutzgeräteträger - Übung der Ludwigsauer Feuerwehren am „Tag der Deutschen Einheit“ hat Tradition

12.10.2021

Schon seit vielen Jahren treffen sich immer am „Tag der Deutschen Einheit“ die Ludwigsauer Blauröcke aller 13 Ortsteile zu einer gemeinsamen Übung. Ob eine Alarmübung, eine sogenannte Stationsübung/Ausbildung, das Fahren mit Löschfahrzeugen nach Karte und Koordinaten, oder wie am Sonntagmorgen eine Großübung für alle Atemschutzgeräteträger in einem Wohnhaus, das in nächster Zeit abgerissen werden soll. Damit wurden und werden auch zukünftig diese zur Tradition gewordenen jährlichen Übungen am „Tag der Deutschen Einheit“ fortgesetzt.

Das Übungsobjekt, ein Gebäude das demnächst abgerissen werden soll.

Die Innenräume des Übungsobjektes wurden vorher mit künstlichem Nebel total „verraucht“. Die Atemschutztrupps mussten in voller Ausrüstung, mit den Pressluftgeräten auf dem Rücken und unter der aufgesetzten Atemschutzmaske, in das Gebäude vorgehen.

"Man sah die Hand vor Augen nicht mehr, es war teilweise wie ein „Blindflug“, wie ein Teilnehmer berichtete, realistischer geht’s nicht mehr".

Zusätzlich mit einer Wärmebildkamera, einem unter Druck stehenden C-Schlauch, mit der Feuerwehrleine für den Notfall gesichert, einer Feuerwehraxt und einer Handlampe ausgerüstet, mussten die Einsatzkräfte in dem total vernebelten Gebäude nach vermissten Menschen suchen. Als Attrappen dienten dabei Puppen, die vorher, genau wie eine Gasflasche, von den Übungsleitern in den Kellerräumen „versteckt“ wurden und von den Einsatzkräften gesucht, gefunden und ins Freie gebracht werden mussten. Mit dem Atemschutzgerät auf dem Rücken und unter der Atemschutzmaske eine schweißtreibende Angelegenheit für alle Feuerwehrfrauen und Männer.

„Menschenrettung“ hatte Vorrang!

Wie bei einem realen Feuerwehreinsatz, hatte die „Menschenrettung“ bei dieser Übung Vorrang. Gleichzeitig erfolgte der „Löscheinsatz“ mit der „Bergung der Gasflasche“. Es waren schon sehr anspruchsvolle Aufgaben, mit einem sehr gut vorbereiteten Übungsszenario, das die Gemeindebrandinspektoren vorberietet hatten.

Bürgermeister Wilfried Hagemann und Kommunalpolitiker informierten sich.

Dass die Feuerwehr bei den Kommunalpolitikern einen „Dicken Stein im Brett“ hat, zeigte der Besuch von Bürgermeister Wilfried Hagemann, seinem Stellvertreter Markus Sauerwein und dem Stellvertretenden Vorsitzenden des Gemeindeparlaments Frank Sandrock, die sich bei den Führungskräften der Feuerwehr über den Ablauf der Übung informierten.

Die einhellige Meinung der drei Vertreter: Wir können uns auf unsere Feuerwehren verlassen, sie sind gut ausgebildet und für den Ernstfall gut gerüstet!

Hintergrund:
Diese Einsatzübungen finden für alle Ludwigsauer Feuerwehren immer am „Tag der Deutschen Einheit“ statt.

In dem Übungs-Objekt im Ortsteil Friedlos standen ca. 280 m² an Räumlichkeiten zur Verfügung. Mit dieser einmal im Jahr durchzuführenden Einsatzübung innerhalb einer taktischen Einheit unter Atemschutz, hält man sich genau an die Vorgaben der Feuerwehrdienstvorschrift FwDV 7 „Atemschutz“ des Landes Hessen. Teilgenommen hatten 50 Einsatzkräfte aller 13 Wehren.

Wie Gemeindebrandinspektor Thorsten Ernst auf Nachfrage mitteilte, sind mittlerweile 98 Prozent der Aktiven der Feuerwehr Ludwigsau gegen das Corona Virus vollständig geimpft. Nach wie vor gelten im Einsatzdienst und bei Übungen die 3 G Regeln.

Welches Übungsthema man im nächsten Jahr auswählt, ließen GBI Thorsten Ernst und sein Stellvertreter Sebastian Lehn noch offen. (GM)


Ein Atemschutztrupp vor dem Betreten des Gebäudes.


Verlassen des Gebäudes des Trupps mit einer vermissten Person.


Die "Person" wurde gefunden und ins Freie gebracht.


Auch die von den Übungsleitern versteckte Gasflasche wurde gefunden und in Sicherheit gebracht.


Bürgermeister Wilfried Hagemann, rechts informierte sich über die Übung.


Frank Sandrock und Markus Sauerwein im Gespräch mit GBI Thorsten Ernst (von rechts).


Nachbereitungen nach Übungsende.