Coronakrise - Appell des Bürgermeisters

24.03.2020

Sehr geehrte Bürgerinnen,
sehr geehrte Bürger,

all die Appelle im Hinblick auf unsere aktuelle staatliche Situation finden in einer Minderheit unseres gesellschaftlichen Miteinanders offensichtlich kein Gehör.

In einem sehr persönlichen Wort hatte ich mich an Sie in der vergangenen Ausgabe unseres Ludwigsau-Kuriers gewendet.

Das Corona-Virus, von der Weltgesundheitsorganisation priorisiert als Pandemie  eingestuft, bedroht auch weiterhin - ohne jegliche Einschränkung - unser gesellschaftliches globales Miteinander, den täglichen Umgang von Bürgerinnen und Bürgern in unserem Gemeinwesen.

Vorsicht das war meine Bitte, sei das höchste Gebot!

Ich hatte an Ihr Verständnis appelliert!

Ich hatte gebeten, alle Versuche in Ihrem unmittelbaren Umfeld auf den Weg zu bringen, um eine weitere Ausweitung zu verhindern!

Es entwickelt sich alles so schnell!

Wir in unserem Landkreis, in unserer Gemeinde, versuchen zu kommunizieren, zu organisieren, alles in unserer zur Verfügung stehenden Macht der Vorsorge aufzugreifen, um diesem Einhalt zu gebieten!

Wir müssen alle zu Hause bleiben, um so die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Dies war und ist meine persönliche Botschaft an Sie!

Niemand von uns weiß heute noch nicht, wie diese Pandemie verlaufen wird. Wir alle sind gefordert, dabei mitzuhelfen, in jedem Haushalt, ein jeder in unserer Gemeinde.

Trotzdem erhebt sich die Frage von mir an all die Unverbesserlichen:

„Haben Sie den Ernst um unsere Zukunft noch nicht begriffen?“

Da gibt es gerade in gewissen Kreisen unserer Gesellschaft ungebrochene Kontakte, da wird geherzt und gedrückt, vorsätzlicher Gruppenzwang, alles uneingeschränkt.

Vor unseren Gemeinschaftseinrichtungen weiterhin Zusammenkünfte der Jugendlichen. Schulschließungen aus Gründen des gesundheitlichen Gemeinwohls, zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sind nicht als weiteres Freizeitangebot zu verstehen. Party geht immer - nur nicht jetzt und heute!

Mein Appell nochmals an Sie, die Jugendlichen und die doch so fürsorglichen Eltern: Gehen Sie in sich, unterbinden Sie und wirken Sie ein!

Wir als Ortspolizeibehörde werden dies weiter beobachten und von den uns gegebenen rechtlichen Möglichkeiten uneingeschränkt und konsequent Gebrauch machen.

Es geht um unsere Zukunft!

Ihr

Wilfried Hagemann
Bürgermeister