Hochzeitspark Ludwigsau eingeweiht, Platz zum Fotoshooting für Ehepaare

02.10.2019


Die Gemeinde Ludwigsau, Kreis Hersfeld-Rotenburg, hat vor dem Rathaus im Ortsteil Friedlos einen "Hochzeitspark" geschaffen, der nach der Trauung im Standesamt des Rathauses gegenüber, sich hervorragend für die Erstellung der obligatorischen Hochzeitsfotos vor der "Gute Worte Kugel" eignet. Die Kugel aus Aluminium wurde vom bayerischen Bildhauer Peter Schwenk aus Maitenbeth erschaffen. Und weil die evangelische Kirche sich in der unmittelbaren Nachbarschaft des Rathauses und des Parks befindet, können auch die kirchlich getrauten Paare mit der gesamten Hochzeitsgesellschaft wunderbare Erinnerungsfotos dort knipsen lassen.


  

                                         

Aber nicht nur für Hochzeitspaare ist der Park gedacht, er soll auch für alle Bürgerinnen und Bürger ein Ort zum Verweilen und vielleicht für nette Gespräche sein, also ein echter Dorfmittelpunkt. Nun war der große Tag gekommen und Bürgermeister Wilfried Hagemann konnte zusammen mit Landrat Dr. Michael Koch, Ortsvorsteher Gerhard Kehres, dem Initiator dieses zukünftigen Dorfmittelpunktes, Alt- und Ehrenbürgermeister Thomas Baumann und einigen Kommunalpolitikern das obligatorische Band durchtrennen. Die Bedeutung der drei Hocker auf dem Platz in den Farben der Französischen Trikolore blau, weiß und rot, soll an die seit vielen Jahren bestehende Partnerschaft mit der französischen Stadt Change erinnern, auch eine Idee von Thomas Baumann.

Ehrenamtliche „Parkpfleger“

Vom VDK Friedlos-Reilos waren einige Mitglieder bei der Einweihungsfeier dabei, die den Hochzeitspark ehrenamtlich pflegen und instand halten. Dieses vorbildliche und ehrenamtliche Engagement wurde dann auch in den kurzen Begrüßungsreden vom Bürgermeister, dem Landrat und Ortsvorsteher ausdrücklich gelobt und anerkannt.

Zuschuss vom Land Hessen

          

Wie Bürgermeister Hagemann mitteilte, hat die Gemeinde Ludwigsau vom Land Hessen im Rahmen des "Integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes" (IKEK) eine 75-prozentige Förderung bekommen. Bei Gesamtkosten von circa 83.000 Euro waren das 62.000 Euro. Natürlich wurde auch an den Nuturschutz bei der Gestaltung des Parks gedacht, denn man hat am Rande einen Blühstreifen angelegt, der jetzt noch mit farbenprächtig blühenden Blumen viele Bienen, Schmetterlinge und Insekten anlockt.


             


Hintergrund des Integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes

Um die Vielfalt dörflicher Lebensformen, das bau- und kulturgeschichtliche Erbe sowie den individuellen Charakter der hessischen Dörfer zu erhalten, sollen die Innenentwicklung gestärkt, die Energieeffizienz gesteigert und der Flächenverbrauch verringert werden. Der demografische und strukturelle Wandel erfordert eine nachhaltige Strategie, wie sich eine Kommune insgesamt entwickeln soll und welche Funktionen die einzelnen Stadt-/Ortsteile dabei übernehmen.

Die kommunale Gesamtstrategie auf der Grundlage eines integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK) muss sich auf alle Stadt-/Ortsteile erstrecken und unter anderem Aussagen darüber treffen, wie Nahversorgung und Infrastruktur längerfristig gesichert werden können. Dabei sind die Bürgermitwirkung ebenso wie der Aufbau von sozialen und kulturellen Netzwerken zur Stärkung der Daseinsvorsorge eigenständige Programmziele.

(Bericht von Gerhard Manns)

Fotos von der Gemeinde Ludwigsau und Gerhard Manns